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Heizstrahler vs. Heizpilz

Heizpilz

Gasheizstrahler oder Infrarotheizstrahler: Womit lassen sich Terrassen besser heizen?

Nicht erst seit Corona sind Terrassen ein willkommener Ort, um frische Luft zu tanken oder unbeschwert zu feiern. Viele genießen gerne die Abend- oder Nachtstimmung im Freien – auch wenn es etwas kühler wird. Doch wie stellen Sie am besten sicher, dass Sie und Ihre Gäste nicht frieren müssen? Wir haben uns zwei gängige Techniken näher angeschaut und sie miteinander verglichen. Was spricht für einen Gasheizstrahler und was für einen Infrarotheizstrahler?

So viel vorab:

Idealerweise sollte eine Terrasse, die Sie beheizen möchten, über eine Überdachung und/oder Seitenwände verfügen. Denn warme Luft steigt immer nach oben und Wärme wandert generell in Richtung kälterer Umgebung. Auch minimale Barrieren sind von daher sinnvoll, damit sich die Wärme ein Weilchen länger hält.

Die beiden Alternativen – Gasheizstrahler oder Infrarotheizstrahler – nutzen verschiedene Energiequellen und erzeugen unterschiedliche Arten von Wärme. Sie unterscheiden sich vom Montageaufwand her, vom Platzverbrauch, in punkto Energieeffizienz und Kosten. Letztlich kommt es bei der Auswahl auch darauf an, wie intensiv Sie Ihre Terrasse nutzen und über wie viel Platz Sie
verfügen.

Der Gasheizstrahler – der Kumpel für den Augenblick

Man kennt sie aus der Gastronomie: Wenn es draußen kühler wird, sorgt meist der stattliche Heizpilz oder die Heizpyramide für Wärme im Außenbereich von Cafés und Restaurants. Diese Gasheizstrahler werden mit Butan- oder mit Propangas betrieben, dass sich in einer Flasche im Standfuß des Gerätes befindet. Das macht seinen Einsatzort flexibel: Man kann den Heizpilz dorthin hinstellen, wo Sie ihn gerade brauchen. Vorausgesetzt, Sie halten einen Mindestabstand zu Decken, Markisen oder anderen Überdachungen und entzündlichen Objekten von mindestens 50 cm ein. Für den Betrieb eines Gasheizstrahlers brauchen Sie kein technisches Vorwissen und er gilt als sicher, sofern er über entsprechende Prüfsiegel das CE- oder GS-Zeichen verfügt. Die verschiedenen Modelle sind fast immer mit elektronischem Zünder und einer Abschaltautomatik bei Überhitzung ausgestattet. Zu haben sind sie – je nach Größe und technischer Ausführung – bereits für eine geringe Investition. Hinzu kommen einmalige Kosten für die Anschaffung der Gasflaschen (besser zwei zum Wechseln), die Gasfüllung selbst und der Aufwand für die Organisation des regelmäßigen Nachschubs. Bei häufigem Gebrauch kann sich das läppern.

So unkompliziert diese schnell verfügbare Wärmequelle auch ist, ist sie leider ein echter Energiefresser und das Verbrennen des Gases ist nicht ganz geräusch- und geruchslos. In der Regel spendet eine 11-Kilo Propangasfüllung nur für etwa 10 bis 25 Stunden Wärme. Das verbrennende Gas erwärmt zwar die Luft in einem durchschnittlichen Radius von 5 bis 10 Metern, aber sie entweicht im Freien auch schnell wieder. Und: Der Verbrennungsvorgang setzt eine Menge CO2 frei – was wir angesichts des Klimawandels dringend reduzieren sollten. Immerhin gibt es inzwischen sogenannte Ökovarianten, die bis zu 30% längere Brenndauer und ebenso viel weniger CO2 versprechen. Hier liegen die Anschaffungskosten schon etwas höher.

Zusammengefasst ist das Handling von Gasheizpilzen oder Heizpyramiden eher aufwändig:

  • Die Gasflaschen müssen regelmäßig ausgetauscht und über einen Händler bezogen werden.
  • Wohin mit dem großem Gasheizstrahler, wenn er nicht gebraucht wird?
  • Sie brauchen mindestens eine Flasche Gas im Vorrat und einen sicheren Lagerplatz dafür.

Der Infrarotheizstrahler – ein Freund fürs Leben

Eine ganz andere Art zu Heizen bieten Infrarotheizstrahler. Hier wird thermische Energie mittels elektromagnetischer Wellen übertragen. Diese Energie erwärmt nicht die Luft, sondern die Körper, auf die die Strahlung trifft. In Sekundenschnelle wirkt diese Wärme auf Menschen und Gegenstände, die sich in Reichweite befinden – sogar, wenn Ihnen der Wind um die Nase weht. Wie bei Sonnenstrahlen wird diese Strahlungswärme von Menschen als sehr angenehm empfunden und sie ist zudem komplett schadstofffrei, geruchs- sowie geräuschlos.

Für den Betrieb dieses kleinen, kompakten Heizstrahlers wird Strom benötigt. Wer über keinen Stromanschluss im Außenbereich verfügt, kann sich mit einem Verlängerungskabel aus dem Wohnraum oder der Garage weiterhelfen. Am sinnvollsten wird der Heizstrahler auf Terrassen fest an der Wand montiert. Von dort aus kann er, bei z. B. einer Leistung von 2400 Watt, eine Fläche von bis zu 14m² erwärmen und lässt sich je nach Modell über eine Fernbedienung oder eine App regeln. Einmal montiert sind sie quasi wartungsfrei und fressen keinen Lagerplatz. Hochwertige Geräte liegen in der Anschaffung hier dann schon etwas höher. Im Energieverbrauch sind Heizstrahler jedoch moderat. Ihr Stromverbrauch liegt bei ca. 2 KW in der Stunde. Weitere Kosten fallen nicht an. Die Lebensdauer der Röhren beträgt je nach Qualität bis zu 5.000 Stunden. Danach lassen sie sich problemlos auswechseln. Neuere Geräte wandeln bis zu 92% der eingesetzten Energie in Wärme um. Auch hier sollten sie aus Qualitätsgründen beim Kauf natürlich auf die Prüfsiegel von TÜV/GS/VDE etc. achten.

Fazit:

Vergleicht man die hier vorgestellten Heizquellen für Terrassen miteinander, kommt man zu folgendem Schluss:

Bei nur seltenem Bedarf an Wärme sowie genügend Terrassenfläche und Lagerplatz, sind Gasheizpilze oder Gaspyramiden eine durchaus praktische und erschwingliche Lösung. Sobald man die Terrasse häufiger beheizen möchte, sind die Infrarotheizstrahler nicht nur praktischer in der Handhabung, angenehmer und effektiver von der Wärmestrahlung her, sondern langfristig auch kostengünstiger und umweltfreundlicher als Gasheizstrahler. Natürlich muss auch der gebrauchte Strom erstmal erzeugt werden – ideal wäre deshalb der Betrieb mit CO2-arm erzeugten Ökostrom.

Handwerkliche Grüße

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